Führungswechsel in der Südstaffel

Führungswechsel in der Südstaffel
Artikel vom:
29.11.2010
Quelle:
mz-web.de
Kategorie:
Spielberichte

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13 Spieltage marschierte der SV Jahn Gerbitz in der Kreisliga-Süd dem Feld voraus. Mit dem ersten Spieltag zur Rückrunde wurde er nun vom SV Freckleben vom Thron gestoßen. Dabei rettete der SV Jahn in der zweiten Nachspielminute wenigstens seinen Auswärtsnimbus, seit dem 23. Mai 2009 unbesiegt zu sein. Gunnar Focke traf zum 3:3-Endstand, nach dem zuvor Tino Focke und Jeffrey Focke jeweils die Gastgeber-Führungen egalisieren konnten. Neuer Tabellenerster ist der Ex-Salzlandligist Froser SV Anhalt, der mit dem 10:1 gegen Schlusslicht Könnern jetzt nicht nur zwei Punkte vor Gerbitz liegt, sondern auch was für sein Torverhältnis getan hat. Der SV Blau-Weiß trat in Frose nur mit neun Mann an. Zwei weitere Spieler verletzten sich noch, wobei Könnern die Partie sportlich fair bis zum Abpfiff zu Ende brachte.

Patrick Bergmann mit 19 Toren

Das Verfolgerduell des Spitzenduos gewann Sportfreunde Cörmigk mit 3:1 bei Eintracht Peißen und wahrte damit seine Minimalchance auf den Aufstieg. Es war ein kampfbetontes und auf gutem Niveau stehendes Spiel, in dem der Gast seine Chancen besser ausnutzte. SFC-Torjäger Patrick Bergmann erhöhte mit zwei Toren sein Trefferkonto auf 19. Gemeinsam mit Steffen Tugendheim (Frose), der am 14. Spieltag ebenfalls doppelt traf, führt er die Torjäger-Bestenliste an.

Im Kampf um den Klassenerhalt verbuchten der SV Einheit Bernburg mit dem 3:2 in Bebitz, Lok Aschersleben II mit einem 3:0 gegen Neuborna sowie Giersleben mit einem 5:2 gegen Plötzkau wichtige Erfolge. Für Plötzkau endete damit eine Siegesserie von fünf Pflichtspielen. Die Begegnung des ESV Lok Güsten in Gatersleben fiel den widrigen Platzverhältnissen zum Opfer.

Erneut dreimal Focke

Das Spiel in Freckleben wurde für die Gäste wieder einmal ein Focke-Torfestival. Diesmal verteilten sich die drei Treffer aber auf drei unterschiedliche Focke-Spieler. Von Beginn an stand die Partie unter Volldampf und erwärmte über 90 Minuten die Besucher. Die 2:1-Pausenführung entsprach den bisherigen Spielverhältnissen. Danach war aber die Jahn-Elf weitaus aktiver. Das Spiel wurde nun kämpferischer und bissiger. Trotz Unterzahl (RK) konnte Freckleben zum dritten Mal in Führung gehen und verpasste sogar, seine klaren Chancen zur Spielentscheidung zu nutzen. So kam Gerbitz nicht unverdient zur späten Punkteteilung.

Das 3:3 von Gerbitz nutzte Frose mit dem Saison-Rekordergebnis von 10:1 gegen nur neun Könneraner zur erstmaligen Tabellenführung. Das Spiel war bereits nach 16 Minuten (4:0) entschieden. In diesem von Einbahnstraßenfußball geprägten Kick legte der FSVA nach den Pause den Schongang ein und ermöglichte damit Karsten Schlag noch den Ehrentreffer.

Trainer müssen ran

In Aschersleben hatten beide Teams zur ungewohnten Anstoßzeit von 11.30 Uhr große Not, ein spielfähiges Team zu stellen. So mussten beide Trainer mit ran. Nach 40 Sekunden gab es bereits die erste spielentscheidende Szene, als der Neubornaer Falco Printz einen Foulstrafstoß weit neben den Lok-Kasten setzte. Danach war der Kick über eine Stunde ein niveauarmer Langweiler. Erst mit der glücklichen Lok-Führung kam etwas Leben ins Spiel. Denn plötzlich wurde der Gast trotz Unterzahl (64. GRK) aktiver, jedoch offenbarte er weiterhin erhebliche Abschlussschwächen. Als dann die Spieleranzahl wieder ausgeglichen war (70. RK) baute Neuborna in der Schlussphase sichtlich ab und die Lok-Reserve machte in den letzten fünf Minuten alles klar.

Im Kellerduell zwischen dem Kreisklasse-Aufsteiger TuS Bebitz und dem Salzlandliga-Absteiger Einheit Bernburg ging der Gast zeitig in Führung. Nachdem Bebitz den Rückstand verdaut hatte, fanden sie besser ins Spiel und kamen zum verdienten Ausgleich. Bei besserer Chancenausnutzung wäre in dieser Phase sogar eine höhere Pausen-Führung für den Neuling möglich gewesen. Nach dem Wechsel rächte sich das und die ersatzgeschwächt angetretenen Bernburger zeigten in der Schlussviertelstunde, wie man aus Chancen Tore macht.

Nach fünf sieglosen Spielen in Folge gewann der zweite Neuling Grün-Weiß Giersleben sein viertes Saisonspiel. Der Gastgeber ergriff recht schnell die Spielinitiative und sah sich mit der frühen Führung belohnt. Eine Stunde war es ein recht einseitiger Kick. Nur sporadisch kreuzte Plötzkau vor dem Grün-Weiß-Tor auf. Erst nach dem 4:0 nahm der Gastgeber das Tempo aus dem Spiel, vielleicht ließ aber auch die Kraft nach. Jetzt war Plötzkau mehr als gleichwertig und kam auf 2:4 ran. Erst das fünfte Gierslebener Tor machte den Sieg perfekt.

Nordstaffel

In der Nordstaffel muss der Salzlandliga-Absteiger VfB Neugattersleben weiter aufpassen, nicht gleich weiter in die Kreisklasse durchgereicht zu werden. Bei Traktor Brumby kassierte man exakt die Hinspielniederlage von 0:4. Der Tabellenvorletzte VfB hatte zwar mehr Spielanteile und Ballbesitz, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Nach der Traktor-Führung durch Strafstoß (20.) fiel bereits nach 35 Minuten mit einem Doppelschlag innerhalb von 60 Sekunden die Spielentscheidung. Auch als Brumby die letzte Viertelstunde in zweifacher Unterzahl (zweimal Rote Karte) zu überstehen hatte, erspielte sich der VfB kaum Torchancen. Im Gegenteil: Brumby erhöhte sogar noch auf 4:0. Tabellenerster im Norden bleibt Neuling Gnadau trotz Spielausfall.

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