Der Favoritenschreck Gatersleben ist wieder da

Der Favoritenschreck Gatersleben ist wieder da
Artikel vom:
23.08.2010
Quelle:
mz-web.de
Autor:
ENGELBERT PÜLICHER
Kategorie:
Spielberichte

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mz-web.de

Ein Titelfavorit, ein Neuling sowie ein Fastabsteiger liegen nach den ersten beiden Runden der Kreisliga Süd verlustpunktfrei an erster Stelle.

Im einzigen Sonntagsspiel vor 110 Zuschauern holte sich der SV Jahn Gerbitz die nur 24 Stunden zuvor verlorene Tabellenführung mit einem deutlichen 6:1-Erfolg beim SV Eintracht Peißen zurück. Peißen fand nie ins Spiel, konnte aber eine Halbzeit das Ergebnis (0:1 / 18.) offen gestalten und sogar nach der Pause ausgleichen (52.). Mit der erneuten Gerbitzer Führung, zehn Minuten später, war die Moral der Eintracht-Spieler jedoch gebrochen, zumal Peißen ab der 70. Minute wegen einer roten Karte (Ronny Wagner) auch noch in Unterzahl spielen musste.

Mit dem gleichen Resultat und Platz zwei sorgt der Neuling Grün-Weiß Giersleben für Furore. Die frühe Grün-Weiß-Führung konnte Könnern nach einer halben Stunde noch einmal ausgleichen. Binnen sechs Minuten kurz vor der Pause entschied Giersleben mit drei Treffern aber die Partie. Könnern war zwar bemüht, aber an diesem Tag zu schwach, um Giersleben in Gefahr zu bringen. Der Aufsteiger war einfach agiler und siegte so auch in der Höhe verdient.

In der Vorsaison hatte Saxonia Gatersleben nur über die Relegation die Klasse gehalten, im aktuellem Spieljahr kam die Mannschaft im zweiten Spiel schon zum zweiten Sieg. Dabei erwies sich die Saxonia-Elf wie vor zwei Serien wieder als Favoritenschreck und bezwang den Salzlandliga-Absteiger Einheit Bernburg mit 2:0. Die Gäste waren zwar überlegen und hatten über weite Strecken auch deutlich mehr vom Spiel, zeigten aber erneut sichtliche Abschlussschwächen. Die bestens organisiert und kampfstarke Saxonia-Abwehr ließ nur selten etwas anbrennen, hatte aber auch in einigen Szenen das Glück des Tüchtigen. Als den Bernburgern Tore versagt blieben, wurde der Gastgeber nun auch im Vorwärtsgang mutiger. Am Ende war der Saxonia-Sieg noch nicht einmal unverdient, weil eben nur Tore im Fußball zählen.

Seinen ersten Sieg nach dem Auftakt-Remis erzielte Sportfreunde Cörmigk beim 3:1 in Aschersleben. Beide Mannschaften kamen nur schwer in Gang und vieles verlief ziellos zwischen den Strafräumen. Jedoch rafften sich immer wieder die Gäste auf, gegen eine unbewegliche und pomadige Lok-Abwehr. Die Tore waren der verdiente Lohn, weil der Gast recht leicht seine Zweikämpfe gewann. Erst als Cörmigk die Kräfte schwanden, kam die Lok-Reserve besser zum Zuge, konnte aber den Gästesieg nicht mehr in Gefahr bringen. Auch der SV Freckleben mit 3:0 gegen Güsten und der SV Plötzkau mit 5:2 in Bebitz fuhren ihre ersten Dreier ein. Güsten war in Freckleben über weite Strecken das klar bestimmende Team aber im Abschluss fehlte einfach der finale Pass. Zudem war SVF-Torwart Christian Groß der Turm in der Schlacht. Beim stetigen Anrennen vernachlässigte der ESV immer mehr die Abwehrarbeit. So kam der Gastgeber durch gut angelegten Konterfußball doch recht glücklich zum klaren Sieg. Matchwinner war der Ex-Alsleber Thomas Grimm mit allen drei Treffern. Auch im zweiten Spiel musste Neuling TuS Bebitz noch Lehrgeld zahlen und verlor wie zum Auftakt 2:5. Bis zur Pause war es ein offenes Spiel. Ab der 50. Minute zog Plötzkau aber auf 5:0 davon und Bebitz gelang nur noch eine Ergebniskosmetik.

Recht turbulent ging es beim 4:4 zwischen Frose und Neuborna zu. Neben acht Toren gab es leider auch drei Feldverweise. In dem gutklassigen Spiel war stets Bewegung und es ging hin und her. Am Ende ging die Punkteteilung auch in Ordnung, wobei der Neubornaer Steffen Uhor mit der letzten Chance im Spiel das leere Tor verfehlte.

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